Alle Jahre wieder……..

nein, es ist noch nicht Weihnachten.

Aber heute steht ein wichtiges, sehr traditionelles Ereignis an. Seit mehreren Jahren schon lädt mein Tochterkind ihre 4 besten Freundinnen ein zur großen Pfferkuchenhaus-Party.

Und selbstverständlich stürze ich mich voller Elan schon Tage vorher in die Vorbereitungen. Es geht los, in dem ich mir ein Hausmodell ausdenke, selbiges zu Papier bringe- also einen Hausplan erstelle.  Zwischendurch muss eingekauft werden.  Teig anmischen, formen ausschneiden, backen- das sind 1-2 Tage Arbeit, inkl. Muskelkater!

Ich habe dieses Mal beschlossen, die Häuser schon zusammen zu bauen. Erfahrungsgemäß kostet das viel Zeit und muss eine Weile trocknen. Und die Mädchen wollen dekorieren, nicht Hausseiten festhalten.

Aus gefühlt 100 kg Puderzucker habe ich dann „royal icing“ angerührt. Das sind dann so Momente, da liebe ich meine Küchenmaschine!  Die klebrige Eiweiß-Zucker-Masse habe ich dann in Einmalspritztüten verteilt, einige Portionen eingefärbt. Und ich konnte es nicht lassen: eine Menge Zucker-Figürchen habe ich hergestellt. Kleine grüne Kränze, ein paar Weihnachtssterne, diverse Blüten………ich hab mich da richtig reingesteigert.  Meine Spritztüllen wollten eben ausprobiert werden. Jedenfalls geht das so gut von der Hand, dass ich nie mehr son Zeug fertig kaufen werde- es ist so schnell und einfach selbst gemacht.

Aber zurück-   heute ist nun der Tag. Am Nachmittag kommen die Mädels. Und der vorbereitete Tisch sieht so aus:

Ich freue mich wie Bolle auf den heutigen Nachmittag!

 

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Ein kleiner Blick

auf den „Neuen“.

Oder besser gesagt: DIE Neue. Denn es soll eine Jacke für Sohn 2 werden. Und dessen Wünsche haben es in sich: mit Reißverschluss, mit kleinem Stehkragen plus einer Kapuze, mit 2 Taschen außen und einer Tasche innen.

Das Suchen und Errechnen des Musters hat mich viel Zeit gekostet, zumal der gnädige Herr   mein lieber  Sohn ständig was zu meckern hatte. Aber wir haben uns dann einigen können.  Und das Rückenteil ist fast fertig!

Reste von „Billig“ und ein Schuss Mohair

Ich hatte viele Knäuelchen Restgarn von meinen Decken übrig, preiswertes Acrylgarn in vielen Farben. Aber was damit tun? Ich erinnerte mich, vor vielen Jahren einen super-bequemen Pullover von meiner Mama bekommen zu haben. Wir nannten ihn den „Hundertjährigen Pullover“, weil es so ewig gedauert hat, ehe Mama den fertig hatte. Der war groß, bequem, hatte breite Blockstreifen- und die immer sparende Mama hatte da auch Reste mit einer neutralen Farbe verarbeitet. Das graue Garn lief durch, gewechselt wurde nur das beilaufende Farbgarn. War ein Raglanpullover mit Rollkragen, an den Ärmeln und unten am Saum Durchzüge für Bändchen. Diese Bänder hatte ich mit der Strickliesel gemacht. Den Pullover (Oversize und mega-bequem) habe ich geliebt und geschleppt, viele viele viele Jahre.

Lange Rede-kurzer Sinn, dieses Verfahren der Resteverwertung habe ich nun angewendet. Allerdings in einer Jacke, und die Streifen willkürlich und unsymmetrisch. Dazu eine schöne große Kapuze (die mir ordentlich Kopfzerbrechen bereitet hat).  Dank des doppelten Fadens (1 Faden Farbe Acrylgarn und ein Faden nougatfarbenes Mohairgarn) ging das Stricken sehr schnell. Am Schlimmsten ist das Zusammennähen, ich mag es nicht und werde es nie mögen.

 

Ich bin recht zufrieden. Tochterkind gefällt es, sie fordert aber noch 2 Dinge: Schnürchen mit feschen Bommeln dran und einen Aufhänger hinten. Also mach ist das noch.

Einen Schnitt gibt es nicht, ich habe aus allerlei Anregungen oder alten Zeitschriften nur Maße genommen, ist ein einfacher Jackenschnitt. Die blenden sind gleich mit gestrickt bei den Vorderteilen. Ich habe einen runden Ausschnitt gearbeitet und an diesen, inklusive der Blenden, die Kapuze direkt angestrickt. Und die Kapuze ist einfach gearbeitet wie eine Käppchenferse bei Socken- nur eben größer.

Ein Aran-Pullover…….

…..ist entstanden. Auf Wunsch meines Sohnes, der ab jetzt für ein Jahr in Ostfriesland lebt. Nur knapp 3 Wochen hat es gedauert, dann war das gute Stück fertig. Und ich bin massig stolz darauf, weil Geduld nicht zu meinen Stärken zählt. Darüber hinaus sollte hier die Passform stimmen- nicht einfach nur gerade Teile, sondern richtig mit Armausschnitt und Armkugel, das Aranmuster ausgewogen und genau berechnet.  Doch, ich finde, das Teil ist mir gelungen!

und noch ein Pullover……

es stehen Veränderungen im Alltag an.  Das Mutterherz schmerzt (ein bißchen).   Während der Älteste im 2. Anlauf nun hoffentlich den richtigen Studiengang gefunden hat, wird Sohn 2 für ein ganzes Jahr das Haus verlassen.  Nach erfolgreichem Abi wird er nun ein FSJ absolvieren. Und dafür geht es an die „Waterkant“- vom trubeligen Berlin ab in die Weite und Ruhe des Landes „hinter’m Deich“. Es geht nach Ostfriesland! Welch ein Kontrastprogramm. Er freut sich- und so freue ich mich mit.   Und speziell dafür hat er, der sonst alles belächelt was ich tue, sich einen zünftigen Pullover gewünscht. Warm,strapazierfähig, passend zur Örtlichkeit. Ein Fischerpullover sollte es sein, er hatte da genaue Vorstellungen.

So einer mit irischem, üppigen Zopfmuster, schön dick, Schalkragen- meine Premiere! (Ich versichere ja immer, ich könne ALLES!!!!, was es an Handarbeiten so gibt- da brauche ich mich nicht wundern, wenn dann die Wünsche eintrudeln.

Vorder- und Rückenteil habe ich fertig, jetzt die Ärmel. Muss mich beeilen, am 02.09. muss das gute Stück fix und fertig sein.

Hier mal ein Blick auf das Frontmuster (auch Rücken). Die Ärmel bekommen nur den Flechtwerkstreifen ohne die Begleitzöpfe.

 

 

Das Ding wird richtig klasse! Sohn wird ihn dort am Meer gut gebrauchen können.

Es folgen selbstverständlich noch Bilder, wenn alles fertig ist, dann gibt es auch Angaben zum Material, Details zum Muster, zur verbrauchten Wollmenge, zu den Maßen usw.

So, jetzt gehe ich weiter Zöpfe stricken (ist schon ein mühsames Unterfangen, lohnt sich aber.)

Ein Pullover ……..

Wie angekündigt, hat Tochter aus den reichlich vorhandenen Resten des sommerlichen Leinengarns einen Pullover bekommen.

Ein einfaches Perlmuster, ein schlichter Schnitt- so ging das flott von der Hand. Die gedeckten, leicht erdigen Farbtöne zwangen mich geradezu zu einem leicht Boho- angehauchten Stil.

Ich finde das Teil wunderschön, und meine Tochter liebt ihn!

 

Jetzt überlege ich, ob ich die Farbübergänge noch andersfarbig mit Kreuzstich oder Hexenstich übersticke.

Nee, ich lasse es so!

Inspirieren lassen habe ich mich von einem Modell bei „Drops“  :    Beach Belle

Allerdings arbeite ich ungern streng nach Anleitung, irgendwas mache ich anders, ändere, improvisiere- meist sogar erst im Laufe der Arbeit. Zugegeben, das gelingt nicht immer. hier hat es gut funktioniert.

Das ewige Leid mit den Maschenmarkierern…….

hat für mich ein Ende!

Was habe ich nicht alles schon ausprobiert. Nach wie vor benutze ich die einfache Methode, einfach einen Faden mitlaufen zu lassen. Besonders beim Häkeln in Runden eine bewährte Sache, um den Rundenanfang zu markieren.

Doch für andere Arbeiten ist das nicht so schön. Maschenmarkierer also……..man kennt ja diese mal mehr mal weniger bunten Dinger in unterschiedlichen Formen. Hatte mich für welche entschieden, die zum Schließen waren. Oft waren die Dinger aber irgendwie hakelig, voller Grat und ratzfatz sind die gebrochen. Hab mal ein paar davon auf’s Foto geschoben. Mehrfacher Verwendung hielten die kaum stand.  Sowas nervt mich total!

Und die (zugegeben) oft sehr sehr liebevoll und hübsch gestalteten Hängerchen, die man gelegentlich sieht, haben einen Nachteil: sie sind geschlossen und nur geeignet, auf der Nadel mitgeführt zu werden.  Wieder nix für mich.

Und nun fand ich diese kleinen goldenen Dinger:

Total preiswert, schön klein, gut zu handhaben, zum Öffnen, passen auch in kleinste Maschen aus dünnstem Garn.

Tja, so macht das Werkeln wieder Spaß!